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Was sind die Effekte/Ziele von Ausdauertraining

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Herausgegeben von in Training ·
Letztes Mal habe ich ein paar Begriffe im Zusammenhang mit der Ausdauer erläutert. Im heutigen Beitrag geht es um die erzielten (oder zumindest angestrebten :-) Ziele und Effekte des Ausdauertrainings. Grundlegend wollen wir ja durch Training eine Verbesserung hinkriegen. Aber welche sind das?

Grundlagenausdauer 
Durch eine trainierte Grundlagenausdauer kann auch über eine längere Zeit eine hohe Bewegungs- und Konzentrationsqualität aufrecht erhalten werden. Dies hat auch einen positiven Effekt auf das Unfall- und Verletzungsrisiko. Die Erholungszeiten und somit die Regenerationsphasen verkürzen sich. Dementsprechend kann auch effizienter trainiert werden.

Maximale Sauerstoffaufnahme (VO2 max)
Die VO2 max erhöht sich. Dies geschieht aus verschiedenen Gründen. Das Herz wird kräftiger und kann pro Schlag mehr Blut transportieren als ein untrainiertes Herz. Um die Muskeln bildet sich ein dichteres Netz von Kapillaren, was deren Blutversorgung verbessert. Die Sauerstoff-Transportkapazität des Blutes wird gesteigert, dies Dank einer höheren Menge an Blut, Hämoglobin und roten Blutkörperchen.
Aber Achtung, die VO2 max ist vor allem genetisch determiniert. Training kann die VO "lediglich" um ca. 20% erhöhen.

Herz
Ein mit Ausdauertraining trainiertes Herz ist kräftiger (strukturelle Anpassung) und arbeitet ökonomischer (funktionelle Anpassung). Es kann bei Belastung das Schlagvolumen (Menge Blut pro Herzschlag) unmittelbar erhöhen. Dies ist möglich, da es im Ruhezustand eine höhere Restblutmenge aufweisen kann, als ein untrainiertes Herz.

Lunge
Entgegen der allgemeinen Meinung vergrössert sich die Lunge durch Ausdauertraining nicht, auch das Lungengewebe reagiert nicht auf diese Art von Trainingsreizen. Um hier einen Effekt zu erzielen, müsste ein Atemtraining (z.B. mit dem Spirotiger) durchgeführt werden.

Muskulatur
Die Muskelfaserdicke und -länge und somit auch die Muskelmasse vergrössert sich. Durch die Muskelzellanpassung (Erhöhung der Mitochondrien) wird der Energiestoffwechsel leistungsfähiger. Dank einer erhöhten Kapillarendichte wird die Sauerstoffversorgung verbessert.

Passiver Bewegungsapparat
Knochen und Knorpelstrukturen werden belastbarer. Das gleiche gilt auch für die Sehnen und Bänder.

Wahrnehmungsorgane und Nerven
Die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen werden mittrainiert und dadurch leistungsfähiger. Die Kapazität für die Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung von Informationen wird zudem vergrössert. Die dafür verantwortlichen Strukturen werden also effizienter und effektiver. Neue Synapsen bilden sich.

Stoffwechselsysteme
Die Energiebereitstellung, wie auch der Abtransport der Stoffwechsel "Abfall-
Produkte" verbessert sich (Stichwort "Laktat").

Psyche
Ausdauertraining entspannt und befreit den Kopf. Es erhöht die Stresstoleranz und lindert Depressionen.

Also, los geht's ...



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